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GW-Unterricht 122

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Der Beitrag liefert einen Einblick in die gegenwärtige Diskussion über kompetenzorientierten Geographieunterricht. Ausgehend von theoretischen Zugängen wird die Kompetenzdebatte mit den Bildungsstandards und Kompetenzmodellen in Beziehung gestellt. Darauf aufbauend werden erste Ansätze einer Didaktik des kompetenzorientierten Geographieunterrichts präsentiert und ein Praxisbeispiel vorgestellt.
Die Veränderungen im Bereich der schriftlichen und mündlichen Reifeprüfungen in Österreich sind für die Lehrerinnen und Lehrer der AHS und BHS geradezu überfallsartig gekommen. Wie man aus vielen direkten Kontakten mit Kolleginnen und Kollegen ableiten kann, wurden die meisten von der nun geforderten neuen Leistungsbeurteilung zur mündlichen Reifeprüfung völlig überrascht. Wer aber die Bildungs- und Lehraufgaben sowie die didaktischen Grundsätze der Fachlehrpläne zur Grundlage der Unterrichtsplanung heranzieht, dürfte auch von der Bedeutung der Kompetenzorientierung in den seit 2004 (Bereich AHS) geltenden Lehrplänen nicht überrascht sein. Diese hätte schon bisher Lernprozesse und das System der Leistungsbeurteilung völlig verändern müssen!

 

Der vorliegende Artikel präsentiert die wesentlichen Resultate eines Evaluationsprojekts der Reife- und Diplomprüfung des Sommertermins 2009 für die Prüfungsgebiete Geografie / Geschichte und Internationale Wirtschafts- und Kulturräume an den Handelsakademien. Untersucht wird vor allem die Frage, inwiefern die – vermutlich auch auf andere Schularten übertragbaren – Ergebnisse zur künftigen Verbesserung von kompetenzorientierten Maturaaufgaben sowie zur aktuellen Kompetenzdebatte beitragen können.

Was können wir in der Geographiedidaktik heute von Alexander von Humboldt lernen?Auf dem Weg einer Antwort setze ich meine Humboldt-Lektüre mit einer zeitgenössischen phänomenologischen Position in Spannung. Ich entfalte meine Überlegungen in sieben Schritten...

Insbesondere durch das Rückschmelzen der Gletscher, aber auch durch das Ausschmelzen von Gebirgspermafrost ist in alpinen Hochlagen zunächst mit einer zunehmenden morphologischen Aktivität in Periglazialbereichen zu rechnen, wie bereits vor ca. 20 Jahren von Zimmermann (1990), Zimmermann & Haeberli (1992) oder Stötter (1994) aufgezeigt wurde. Frisch abgelagertes Schuttmaterial (Grundmoränen, Ufermoränen) oder rezent von der Gletscherlast befreite schuttbedeckte Hangflanken besitzen noch zu wenig Stabilität, um gravitativen und fluvialen Prozessen standhalten zu können. Materialumlagerungen in größerem Ausmaß, die mitunter auf komplexen, durch multiple Prozesse gesteuerten Wechselwirkungen beruhen, sind die Folge. Fast lehrbuchmäßig lassen sich solche Prozessfolgen in der Umgebung des Hintereisferners (Teil 1: Kryosphäre, Abb. 3; Sailer & Stötter 2011) beobachten und – auf Basis des im ersten Teil vorgestellten multitemporalen ALS (Airborne Laserscanning) Datensatzes – analysieren und vor allem auch hinsichtlich der Intensität quantifizieren.
Dieser Beitrag stellt eine auf realen und jeweils aktuellen Raumordnungsdaten des Bundeslandes Salzburg basierende Lernumgebung sowie beispielhaft die dazugehörigen Unterrichtsmaterialien vor. Die Lernumgebung ist einfach nutzbar und steht kostenfrei zur Verfügung.
Teil 2 beschäftigt sich mit der historischen und touristischen Entwicklung in den Dolomiten und schließt damit an Teil 1 über territoriale, bevölkerungsgeographische und geomorphologische Fragestellungen an.
  1. Software-Beschreibung: Scribble Maps - Scribble Maps Pro
  2. Unterrichtsbeispiel: Mit Google Earth entlang der Enns durch die Region Pyhrn-Eisenwurzen

126 Millionen Euro und die Arbeit von fast 50 000 Beschäftigten: So viel kostet das „alte“ Schulsystem Österreichs die Eltern. Noch herrscht in Österreich das „alte“ Halbtagsschulsystem vor, das die Kinder mit unerledigten Hausübungen heimschickt und zu wenig fördert. Das kostet die Eltern viel Freizeit fürs Lernen mit den Kindern und Geld für private Nachhilfe – und das ist ungerecht gegenüber Kindern, deren Eltern nur wenig verdienen. Eine österreichweite Befragung des Instituts für empirische Sozialforschung (IFES) aus dem Jahr 2010 unter 2 760 Haushalten zeigt das Ausmaß der Belastungen:

  • Drei Viertel der Eltern sind unfreiwillige Hilfslehrer, müssen am Nachmittag mit den Kindern lernen. Damit leisten sie gratis die Arbeit von fast 50 000 Beschäftigten.
  • Für private Nachhilfe zahlen die Eltern 126 Millionen Euro im Jahr – meistens zusätzlich dazu, dass sie selbst mit den Kindern lernen.
  • Besonders ungerecht: 310 000 Kinder würden private Nachhilfe brauchen. Aber 70 000 von ihnen bekommen keine Nachhilfe, weil die Eltern nicht dafür zahlen können oder weil es kein Angebot gibt.
  • Hedtke Reinhold (2011): Konzepte ökonomischer Bildung.  Wochenschauverlag Schwalbach/Taunus, 93 Seiten.
  • PFEFFER Karl-Heinz (2010): Karst. Entstehung – Phänomene – Nutzung. Borntraeger Stuttgart (Studienbücher der Geographie), 338 S.
 
 
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